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Veronika Schreyer, is design
Robert Egger, WebWerker


Die Schaffung eines Bildes durchläuft mehrere Phasen. Die erste und bestimmende Phase ist jene, in der das "Modell" - im wesentlichen durch Körperhaltung - seine sehr persönlichen Gefühle und Stimmungen zum Ausdruck bringt. So bestimmt das "Modell" Thema und Inhalt des Bildes und nicht der Künstler, er wirkt praktisch nur als "Darsteller". In dieser Phase entstehen Skizzen.

Während der Erstellung der Skizzen wird der Stift kaum vom Papier gehoben, gearbeitet wird stets an jenen Körperbereichen, auf die sich das Modell konzentriert.

Verschiebungen dieser "Aufmerksamkeitszentren" folgt der Stift unmittelbar und ohne abzuheben, dadurch ergeben sich oft Linien quer über den Körper. Diese quer verlaufenden Linien werden später durch den Künstler bewusst verstärkt, dadurch formt sich schließlich der Körper auf dem Papier.

Mit diesen Skizzen lebt nun Karl Schnell über einige Zeit. Erst wenn die Stimmungen aus der Sitzung wieder erlebbar werden, können aus den Skizzen die fertigen Bilder entstehen, räumliche und zeitliche Trennung spielen hier keine Rolle.

So wiederholt sich der in den Skizzen festgehaltene Augenblick nochmals bei der Schaffung des Werkes und letztlich auch bei seiner Betrachtung.